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Geschichte

Die Gemeinde Lindhorst hat mit Stand vom 30.06.2011, 4407 Einwohner und ist 786 ha groß.

 

Lindhorst, im ehemaligen Kreis Schaumburg-Lippe gelegen, ist seinem Ursprung nach eine frühmittelalterliche Rodungssiedlung, deren Gründung etwa auf das Jahr 1000 n. Chr. zu datieren ist. Der Ort ist demnach wahrscheinlich älter, als die im  Zuge einer planmäßigen Kolonisation des gerodeten Dühlwaldes (Dühlholz), im 13. Jahrhundert entstandenen benachbarten Hagenhufendörfer Lüdersfeld, Vornhagen, Hülshagen und Lauenhagen.

Während diese Dörfer die typische Form einer Reihensiedlung aufwiesen, bestand Lindhorst aus einer lockeren Ansammlung aus Bauernhöfen, die ohne feste Leitlinie entlang der Flur angelegt waren. Dieser Siedlungstyp wird als Reihen- oder Straßendrubbel bezeichnet.

 

Nach Jahren der Stagnation erhielt die Gemeinde 1847 durch den Anschluss an die neu entstandene Bahnlinie Hannover-Minden einen neuen Entwicklungsimpuls. Bedingt durch den Bahnhof fielen Lindhorst zahlreiche Funktionen zu, die sich für die weitere Entwicklung des Ortes als sehr förderlich erwiesen. In den Jahren 1950 bis 1961 verzeichnete die Gemeinde, durch die Entstehung einer Bergmannssiedlung, einen starken Bevölkerungszuwachs. Die Einwohnerzahl stieg von rund 1800 Einwohnern auf weit über 4000 Einwohner an.

1974 wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden Ottensen und Schöttlingen in die Gemeinde Lindhorst eingemeindet. Der Ortsteil Schöttlingen besteht nur aus 10 Haus- und Hofstellen, ist rein strukturiert und kann auf eine Jahrhunderte alte eigene Geschichte zurückblicken. Der Ortsteil Ottensen, zur ehemaligen Grafschaft Schaumburg gehörend, hat schon mehrfach an dem Wettbewerb "Ein Dorf soll schöner werden" teilgenommen und dabei auch erfolgreich abgeschnitten.

 

Die Gemeinde Lindhorst ist in dem Entwurf des regionalen Raumordnungsprogramms als Grundversorgungszentrum ausgewiesen. In Lindhorst wurde durch die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten, eine Grundlage für eine Weiterentwicklung des Ortes geschafft. Der Ort verfügt über eine komplette Infrastruktur, zahlreiche Geschäfte, Supermärkte, Gewerbetreibende, Ärzte und Apotheken. Diese sorgen dafür, dass sämtliche Dinge des täglichen Bedarfs erledigt werden können. In Lindhorst wurde im Rahmen des Pro-Land Förderprogramms unter finanzieller Beteiligung des Landes Niedersachsen und des Landkreises Schaumburg, in Zusammenarbeit mit Bürgern und der Gemeindeverwaltung ein einmaliges Projekt umgesetzt. Ein altes, landwirtschaftliches Gehöft, mitten im Zentrum Beckedorfs, wurde zum Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut. Die gesamte Bausubstanz der historischen Hofanlage (Hof Gümmer) erhielt eine moderne zunkunftsweisende Energieversorgung, bestehend aus Brennwerttechnik und Kraftwärmekopplung - beide Anlagen werden mit schwefelfreiem Heizöl betrieben. Die Energieversorgung wird durch einen heimischen Energielieferanten gewährleistet. Durch den Anschluss an das S-Bahnnetz, der Region Hannover, bestehen auch heute hervorragende Verbindungen, unter anderem zu den benachbarten Ballungszentren Hannover und Minden, sowie zur Kreisstadt Stadthagen.